Gebärmutter- und Blasensenkung

Bei einer Beckenorgansenkung verlagern sich Gebärmutter, Blase oder der letzte Abschnitt des Dickdarms in Richtung Scheide, weil die stützenden Muskeln und Bänder geschwächt sind. Schwangerschaft, vaginale Geburt, höheres Alter, Übergewicht und chronische Verstopfung erhöhen das Risiko.

Formen der Senkung

  • Zystozele: Vorwölbung der Blase in die vordere Scheidenwand
  • Rektozele: Vorwölbung des Enddarms in die hintere Scheidenwand
  • Gebärmuttersenkung: Absinken der Gebärmutter in die Scheide
  • Scheidenstumpfsenkung: Absinken des Scheidenendes bei Frauen nach Gebärmutterentfernung

Symptome

  • Völle- oder Druckgefühl oder tastbare Vorwölbung in der Scheide
  • Schmerzen oder Ziehen im Unterbauch oder im unteren Rücken
  • Urinverlust, häufiges Wasserlassen oder unvollständige Blasenentleerung
  • Schwierigkeiten beim Stuhlgang

Die Diagnose wird durch die gynäkologische Untersuchung gestellt; ein besonderer Test ist nicht nötig.

Behandlungsmöglichkeiten

Eine Senkung ohne Beschwerden muss nicht behandelt werden. Bei Beschwerden:

Beckenbodentraining

Ein mehrmonatiges Kräftigungsprogramm mit Physiotherapie kann die Beschwerden bei leichter Senkung lindern.

Pessar

Ein Silikonhilfsmittel, das in die Scheide eingelegt wird und die Organe stützt; geeignet für Frauen, die keine Operation wünschen oder sie aufschieben möchten.

Vaginale Operation

Vordere und hintere Scheidenplastik und bei Bedarf vaginale Hysterektomie sowie Aufhängungsverfahren wie die sakrospinale Fixation. Kein Bauchschnitt.

Laparoskopische Operation

Bei ausgewählten Patientinnen werden Gebärmutter oder Scheidenstumpf in Schlüssellochtechnik aufgehängt.

Das Operationsverfahren wird gemeinsam nach Art und Ausmaß der Senkung, Alter, sexueller Aktivität und früheren Operationen gewählt. Besteht zusätzlich eine Harninkontinenz, kann eine Bandoperation in derselben Sitzung geplant werden.

Vorbeugung

Abbau von Übergewicht, Behandlung von Verstopfung, Vermeidung schweren Hebens und Beckenbodentraining verringern das Risiko, dass eine Senkung entsteht oder fortschreitet.

Häufige Fragen

Bildet sich eine Senkung von selbst zurück?

Meist nicht, aber eine leichte Senkung kann viele Jahre unverändert bleiben und keine Behandlung erfordern.

Muss bei einer Senkungsoperation die Gebärmutter entfernt werden?

Nicht immer. Bei ausgewählten Patientinnen kann die Gebärmutter erhalten und aufgehängt werden; die Entscheidung hängt von der Art der Senkung und Ihrem Wunsch ab.

Kann eine Senkung nach der Operation wiederkommen?

Bei manchen Patientinnen kann sie mit der Zeit wiederkehren. Gewichtskontrolle, Vorbeugung von Verstopfung und Vermeidung schweren Hebens senken dieses Risiko.

Termin für eine Sprechstunde

Prof. Dr. Derya Sivri Aydın behandelt Patientinnen im Medical Park Bahçelievler Krankenhaus in Istanbul. Patientinnen aus dem Ausland werden vom Zentrum für internationale Patienten des Krankenhauses unterstützt.

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung; die für Sie passende Diagnose und Behandlung wird nach einer Untersuchung festgelegt. Letzte Aktualisierung: November 2026.